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Silicium und Haut
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Einleitung
Das Produkt Klino-Vital besteht zu 100 % aus dem Mineral Klinoptilolith, welcher in
einem bestimmten Vermahlungsprozeß mechanisch zerkleinert wird.
Mineralogie
Klinoptilolith ist die mineralogische Bezeichnung für die spezielle Form eines
sogenannten Zeolithen, wovon über 30 verschiede Formen bekannt sind, z.B.
Natrolith, Helandit, Faujasit u.v.a.m., wobei Chabasit, Klinoptilolith, Erionit und
Mordenit zu den häufigst verwendeten zählen.
Chemische Zusammensetzung
Zeolithe sind Alkali- bzw. Erdalkali-Aluminiumsilikate, also gemischte Oxide oder
Hydroxide der hauptsächlichen Elemente Silicium, Aluminium, Calcium, Magnesium, Natrium und Kalium, wobei aber auch andere Elemente eingebaut werden können.
Hauptbestandteil von Klino-Vital ist das Silicium, dessen Bedeutung für die Ernährung v.a. des
Menschen im thematischen Zusammenhang hier dargestellt wird.
Vorkommen, Resorption
Silicium ist in Lebensmitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs weit verbreitet. In Pflanzen ist es häufig an Pektin oder an Stärke gebunden. Die Silicium-Gehalte sind
in Pflanzen wesentlich höher (Schachtelhalmkraut, Bambus-Internodien) als in tierischen Lebensmitteln. Besonders viel findet sich in Getreide (Geste, Hafer, Sorghum) bzw. daraus hergestellten Produkten sowie in Hülsenfrüchten. Getränke (Wasser, Kaffee, Bier) liefern mehr als 50 %, Getreide und Getreideprodukte (ohne Bier) 10-20 % und Gemüse etwa 10 % der täglich zugeführten Silicium-Menge von geschätzten 20-50 mg.
Anorganisches Silicium (Silikate) in Form monomerer ("einzeln herumschwim- mender") Kieselsäure-Moleküle (SiO 4-4 ) wird besser absorbiert als organisch gebundenes Silicium (Siliconöle, Dimethylpolysiloxan):
In einer mit 32Si (zur Markierung) durchgeführten Bioverfügbarkeitsstudie wurden innerhalb von 48 Stunden 36 % (!) der applizierten Dosis im Urin wiedergefunden.
Ein Silicium-spezifisches Transportsystem in der intestinalen Bürstensaum-Membran
ist nicht bekannt.
Physiologie / Metabolismus
Einmal resorbiert, liegt Silicium im Blut überwiegend in Form von nicht protein- gebundener, d.h. freier und monomerer Kieselsäure vor. Bei gesunden Personen wurde eine mittlere Silicium-Serum-Konzentration von 21 µmol/L, bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz von 46 µmol/L gemessen.
Der größte Teil des retinierten ("im Körper zurückbehaltenen") Siliciums befindet sich in den Bindegeweben von Haut, Aorta, Luftröhre, Sehnen, Knorpel und Knochen. Im Organismus kommt Silicium sowohl in freier als auch gebundener Form vor.
Oestoblasten ("lebende Zellen der Knochengewebe") dürften von allen Körperzellen die höchsten Silicium-Gehalte aufweisen. Innerhalb dieser Zellen befindet sich
Silicium hauptsächlich in den Mitochondrien (einer speziellen Zell"unterabteilung").
Der fixe Gesamtbestand des menschlichen Organismus etwa beträgt 1,0 - 1,5 mg
(sic!) Silicium, ist also recht gering.
Bedeutung von Silicium im Organismus
Für die Struktur verschiedener niederer Lebewesen wie Kieselalgen (Diatomeen), Strahlentierchen (Radiolarien) und einiger Schwämme (Spongien) ist Silicium essentiell. Kieselalgen haben für das normale Zellwachstum einen absoluten Bedarf an monomerer Kieselsäure, denn diese beeinflußt u.a. die Gen-Expression bei solchen Species.
Bei höheren Lebewesen ist das Silikat-Anion für die Ausbildung diverser Binde-
gewebsstrukturen und bestimmte Makromoleküle von Bedeutung, wie z.B. des die Knorpelbildung beeinflussenden Osteonectins.
Aus Tierexperimenten liegen Hinweise vor, daß Silicium die Aktivität der Prolin- Hydroxylase und der Ornithin-Amino-Transferase reguliert. Beide Enzyme sind an
der Collagen-Bildung (Bindegewebsaufbau) beteiligt.
Aus einer älteren (1991) Studie geht hervor, daß beim Menschen der Silicium-Gehalt
in der Haut und der Aorta sowie in arteriosklerotischen Gefäßen mit dem Alter abnimmt.
Mangelexperimente werden dabei aber durch die Tatsache erschwert, daß der
Bedarf an Silicium einerseits offenbar nur gering ist. Andererseits ist es technisch / in der Praxis einfach schwer möglich, Silicium aus synthetischen Diäten wirklich vollständig zu eliminieren.
Beim Menschen sind bislang keine Symptome bekannt geworden, die sich sicher auf eine unzureichende Silicium-Zufuhr zurückführen ließen.
Extrapoliert man aber tierexperimentelle Ergebnisse, dann könnte der täglich Silicium-Bedarf (Silicium-Bestand) des Menschen bei 10-25 mg liegen. Dieser Bedarf wird durch eine normale Mischkost sicher gedeckt.
Berücksichtigen wir jedoch den erhöhten Silicium-Bedarf im Alter, macht sich eine zusätzliche Zufuhr von Silicium, wie etwa durch die Einnahme von Klino-Vital, unabdingbar notwendig, um den bekannten Alterungserscheinungen z. B. der Haut und Blutgefäße vorzubeugen.
In Anbetracht des Vorkommens von Silicium in tierischen Geweben und auf Grund
der biochemischen Veränderungen, die in Depletionsstudien (künstlicher Silicium- Entzug) beobachtet worden sind, scheint Silicium zumindest bei der Ratte und beim Huhn an der Knochen- und Bindegewebs-Bildung beteiligt zu sein. Hier ist Silicium
u.a. für die maximale Aktivität der Prolin-Hydroxylase von Bedeutung. Bei der Ratte führt Silicium-Mangel zu einem Abfall der Hydroxyprolin-Anteile (Hydroxylprolin ist
eine für das Bindegewebe ganz typische Aminosäure) im Knochengewebe sowie zu reduzierten Aktivitäten alkalischer und saurer Phosphatasen (Enzyme, die für den Metabolismus von entscheidender Bedeutung sind).
Weder von der DGE noch vom IoM (Institute of Medicine) wurde bislang ein Referenzwert in Form einer Empfehlung (RDA), eines Schätzwertes (AI) oder eines Richtwertes für die tägliche Silicium-Zufuhr festgelegt.
© Wolfgang Budde, 17.09.2008
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