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Was ist eigentlich Krebs?

Wie überall in jeder Wissenschaft gibt es unterschiedliche Lösungsansätze, versuchen wir es mit zwei unterschiedlichen Definitionen:

1. "Krebs entsteht auf Grund einer schrittweisen Ansammlung/Akkumulation genetischer Veränderungen, welche neoplastische Zellen vom homoöstatischen Mechanismus befreien, der die normale Zellvermehrung steuert. In Menschen sind mindestens vier bis sechs Mutationen vonnöten, um diesen Zustand zu erreichen. In Mäusen scheint es weniger zu bedürfen."
Nature Mai 2002



2. "Krebs ist in Wirklichkeit – eine Stoffwechselkrankheit! Die Genetik spielt dabei kaum eine Rolle, außer dass vielleicht schlecht Ernährungsmethoden in der Familie von Generation zu Generation weitergegeben werden."

Steven Ransom: Great News on Cancer in the 21st Century.




Amygdalin, auch unter dem Namen Vitamin B 17 oder Laetrile bekannt

Wirkungsweise: B 17 besteht aus je einem Molekül Hydrogenzyanid (Blausäure) und Benzaldehyd (ein Schmerzmittel) sowie zwei Molekülen Glucose. Obwohl es aus zwei starken Giften zusammengesetzt ist (Hydrogenzyanid und Benzaldehyd), die durchaus eine tödliche Wirkung haben können, ist deren Kombination innerhalb des B 17-Moleküls stabil, chemisch inaktiv und ungiftig.
Man fand heraus, dass diese Verbindung nur durch das Enzym Beta-Glucosidase aufgeschlossen werden kann. Beta-Glucosidase ist zwar im ganzen Körper vorhanden, aber an Stellen, an denen sich Krebszellen gebildet haben, ist es in riesigen Mengen vorzufinden. Genau an diesen Stellen spaltet das Enzym das B 17-Molekül! Die beiden freigesetzten Giftstoffe (Hydrogenzyanid und Benzaldehyd) verbinden sich synergetisch und bilden ein Supergift, welches um ein Vielfaches stärker ist als beide Substanzen im isolierten Zustand. Dank der selektiven Toxizität des B 17-Moleküls findet die Krebszelle ihren chemischen Tod. Das Enzym Rhodanese übernimmt hierbei eine Kontrollfunktion. Es kommt im Körper nur in geringerem Maß vor, allerdings mit einer Besonderheit: Es ist zwar im ganzen Körper anzutreffen, nicht aber an krebsbildenden, bzw. krebsbefallenen Stellen! Wenn B 17 mit gesunden Zellen in Berührung kommt, entgiftet Rhodanese das Zyanid (aus der Blausäure) und oxidiert die Benzaldehyd-Gruppe, was natürlich bedeutet, dass das B 17 mit haarscharfer Präzision nur an krebsbefallenen Stellen zum Einsatz kommt und nicht an gesundem Gewebe. Die beiden Nebenprodukte, die durch die Reaktion mit Rhodanese entstehen, nämlich Thiocyanat und Benzoesäure, begünstigen die Anreiche-rung gesunder Zellen mit Nährstoffen. Zu große Mengen dieser Nebenprodukte scheidet der Körper mit dem Urin aus.
Wo die Chemotherapie einem Totschlaghammer gleich den ganzen Körper angreift und das ohnehin geschwächte Immunsystem weiter schwächt, wandert B 17 einem Polizisten gleich durch unseren Körper und macht nur die Krebszellen unschädlich, während das Immunsystem hingegen unterstützt wird.


Amygdalin (B 17) könnte eine natürliche Waffe gegen Krebs sein!

"Die Menschen, die eine Behandlung empfehlen, achten sorgsam auf ihre Wortwahl: Sie erklären, dass B 17 die Krebserkrankung nicht heilt, sondern eher eine Kontroll- und Präventionsfunktion auszuüben scheint….."

Phillip Day: Krebs-Stahl, Chemo & Co

Wie erhalte ich B 17?

Natürlich hat die Pharmaindustrie keinerlei Interesse, Publikationen dieser Art zu veröffentlichen, im Gegenteil.

"Nur eine kranke Bevölkerung garantiert gesunde Profite!"

B 17 besteht aus einer großen Anzahl wasserlöslicher, vornehmlich ungiftiger Zuckerverbindungen, die in über 800 größtenteils genießbaren Pflanzenarten vorkommen. Am häufigsten und in der mithin höchsten Konzentration findet sich B 17 in den weichen Kernen von Steinobst, so z. B. Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Kirschen, Pflaumen und auch Äpfel.

Ich beende die Ausführungen an dieser Stelle vorerst. Fragen? 03621-889669 anrufen!

Hier noch etwas Lesestoff:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/fileadmin/pza/2003-24/pharm4.htm

Kein Benefit in klinischer Studie

Im Rahmen einer im renommierten Medizinjournal New England Journal of Medicine publizierten klinischen Studie (8) wurden 178 Krebspatienten mit Amygdalin behandelt. Ein Drittel der Patienten hatte zuvor keine Chemotherapie erhalten. Die Patienten befanden sich in einem guten klinischen Zustand. Es wurden verschiedene in praxi eingesetzte Dosierungsregime von Amygdalin untersucht. Es wurde kein Benefit in Bezug auf Heilungsraten, Verbesserung oder Stabilisierung der Krebserkrankung, Verbesserung der mit der Krebserkrankung korrelierten Symptomatik oder eine Ausdehnung der Lebensspanne beobachtet. Jedoch wurden bei verschiedenen Patienten Symptome einer Cyanidintoxikation festgestellt oder Blutspiegel gemessen, die annähernd letal-toxische Werte annahmen. Die Autoren resümieren als Ergebnis ihrer klinischen Untersuchung: Amygdalin sei eine toxische Substanz ohne Effekte bei der Krebstherapie.

Toxische Effekte beim Menschen

In Bezug auf unerwünschte Effekte existieren verschiedene Berichte einer Cyanidintoxikation und anderer unerwünschter Reaktionen, die, speziell bei peroraler Einnahme, mit der Anwendung von Amygdalin-haltigen Präparaten in Verbindung stehen (3).

In klinischen Studien wurden Cyanidintoxikation festgestellt oder Blutspiegel gemessen, die annähernd letal-toxische Werte annahmen (8). Bei Patienten, die unerwünschte Wirkungen zeigten, konnten signifikante Anstiege von Blut- und Urinspiegeln von Thiocyanat und Cyanid nachgewiesen werden.

So wurde beispielsweise bei einer Patientin eine Neuromyopathie beobachtet, die aufgrund erhöhter Cyanid- und Thiocyanatspiegel und klinischer Besserung nach Absetzen von Amygdalin in kausalen Zusammenhang gebracht werden konnte (9).

Pharmakokinetische Untersuchungen

Bei Patienten wurde anhand eines einfachen enzymatischen Assays Plasmaspiegel von Amygdalin und Konzentrationen im Urin bestimmt. Nach parenteraler Gabe von Amygdalin wird dieses vorwiegend als unverändertes Molekül ausgeschieden und ist im Urin zu annähernd 100 Prozent zu finden (10).

Sechs Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen wurde Amygdalin appliziert. Bei Gabe von 4,5 g/m2 pro Tag intravenös wurde Amygdalin größtenteils unverändert mit dem Harn ausgeschieden und verursachte auch keine klinischen oder labormedizinischen Anzeichen für eine Intoxikation. Amygdalin in oraler Gabe (0,5 g dreimal täglich) verursachte hingegen signifikante Blutcyanidkonzentrationen. Anzeichen einer Intoxikation seien in dieser kleinen Untersuchung jedoch nicht beobachtet worden (11).

Eine weitere Studie an Tumorpatienten untersuchte die Plasma- und Urinkonzentrationen von Amygdalin, die Gesamtblutkonzentration von Cyanid und Thiocyanatkonzentrationen im Serum und im Urin nach intravenöser (4,5 g/m2) und peroraler von Amygdalin (500 mg Tabletten) mittels GC/MS. Nach intravenöser Gabe wurden maximal 1,4 µg Amygdalin pro ml im Plasma gemessen. Plasma-Cyanid- oder Serum-Thiocyanatspiegel stiegen jedoch nicht an. Die Elimination von Amygdalin konnte am besten durch ein offenes Zweikompartimentmodell beschrieben werden, mit mittleren Distributionshalbwertszeiten von 6,2 Minuten, mittleren Eliminationshalbwertszeiten von 120,3 Minuten und einer mittleren Clearance von 99,3 ml/min. Nach oraler Gabe von Amygdalin waren die Plasmakonzentrationen deutlich niedriger mit Spitzenspiegeln von weniger als 525 ng/ml. Die Cyanidkonzentrationen erreichten hingegen Werte von bis zu 2,1 µg/ml im Gesamtblut. Die Thiocyanatkonzentrationen stiegen für mehrere Tage nicht signifikant an, erreichten jedoch Plateauspiegel von bis zu 38 µg/ml im Serum (12).

Cyanidkonzentrationen größer als 0,5 µg/ml verursachen toxische Effekte, komatös-letale Wirkungen sind ab 1 bis 3 µg/ml beschrieben. Thiocyanatspiegel bis 12 µg/ml gelten noch als ‚normal', toxische Wirkungen treten ab 35 bis 50 µg/ml auf (13).

Drug Targeting

Die bisherigen klinischen Ergebnisse belegen keine der Annahmen, dass Amygdalin vornehmlich in Tumrozellen in das toxische Canid überführt würde oder das gebildete Cyanid besonders in Krebszellen durch die dort fehlende Rhodanase nicht entgiftet werden könnte. Deswegen wurden Überlegungen angestellt, wie mit Hilfe von Maßnahmen des Drug-targetings eine selektive Wirkung von Amygdalin in Tumorzellen erreicht werden könnte, um dort einerseits wirksame Konzentrationen des gebildeten Cyanids zu erreichen und andererseits systemische Intoxikationen zu minimieren.

Im Rahmen von Zellkulturversuchen wurde b-Glukosidase an Harnblasentumor-assoziierte monoklonale Antikörper konjugiert. Dadurch konnten die zytotoxischen Wirkungen des aus Amygdalin freigesetzten Cyanids im Tumorgewebe um den Faktor 36 gesteigert werden. Die Autoren folgern aus ihren In-vitro-Experimenten, dass diese Form der Antikörper-gerichteten Enzym-Prodrug-Therapie einen Ansatzpunkt für eine selektivere und damit weniger toxische Therapie bei neoplastischen Erkrankungen liefern könnte (14).

Abgabe durch den Apotheker?

Auf das Fehlen klinischer Belege der Wirksamkeit und einer entsprechenden Zulassung für das Produkt "Laetrile" hat die FDA im Jahre 2000 hingewiesen. Herstellung und Vertrieb von Amygdalinprodukten waren deswegen einzustellen (15). In Deutschland sind keine zugelassenen oder anderweitige verkehrsfähigen Präparate auf dem Markt. Sofern Amydalin als Rezeptursubstanz verfügbar ist, ist auch eine Herstellung im Rahmen einer Individualrezeptur abzulehnen. Denn Amygdalin wird von der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker als bedenklicher Stoff eingestuft.

Bedenkliche Arzneistoffe dürfen nach Paragraph 5 des Arzneimittelgesetzes (AMG) nicht in Verkehr gebracht werden. Eine Abgabe ist somit für Amygdalin selbst dann unzulässig, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt. Denn das AMG genießt als Gesetz in der rechtlichen Priorität Vorrang vor dem Verordnungsrecht, nach dem eine ärztliche Verschreibung von der Apotheke laut Paragraph 17 der Apothekenbetriebsordnung unverzüglich zu beliefern ist. Dies wird auch durch den Bezug auf die Therapiefreiheit des Arztes nicht in Frage gestellt (16).

Im Internet wird jedoch aus dem Ausland für Amygdalin in entsprechenden Indikationen geworben (17). Bei vielen Patienten wird deswegen der Wunsch nach dieser "natürlichen", im Vergleich zu einer klassischen Zytostatikatherapie angeblich nebenwirkungsarmen Tumortherapie geweckt. Patienten sollten deswegen beim Wunsch nach einer Amygdalin-Therapie in der Apotheke über fehlende Wirksamkeitsbelege und bestehende Risiken eingehend beraten werden, um eindringlich auch von einer Bestellung über das Internet abzuraten.

Was ist von doesem Artikel zu halten, gelesen in http://www.neuesleben.net/archive/text/cancer/laetril.shtml Wahrscheinlich ist die vaerabreichungsform entscheidend?

Laetril, Vitamin B17

Laetril, auch Amygdalin oder Vitamin B17 genannt, ist ein Nitrilosid und hat in den 70er Jahren in Amerika für Aufruhr gesorgt. Ein Wirkstoff, der besonders in den Kernen von Aprikosen oder Äpfeln vorkommt, wurde als Anti-Krebsmittel so bekannt, dass zuerst das Sloan Kettering Center in New York und danach sogar die Mayo Klinik in Rochester eigene Studien durchführten. "Natürlich" mit dem Ergebnis, dass die überaus positiven Studien des Biochemikers Dr. Kanematsu Sugiura, in denen er nachweisen konnte, dass Laetril vor allem das Wachstum kleiner Tumore stoppen konnte, nicht stimmen können. Auch Rubin wies nach, dass Patienten mit Brust- oder Knochenkrebs länger lebten.

Erst viel später kam heraus, dass in der Studie der Mayo Klinik das fast inaktive Isoamygdalin benutzt wurde. Die meisten Patienten hatten schon Chemotherapie und Bestrahlung erfolglos hinter sich gebracht und nachdem bei ca. 70% aller Patienten innerhalb von 3 Wochen trotz der fortgeschrittenen Krankheit eine Stabilisierung eintrat, wurde die Behandlung auf orales anstatt intravenöses Laetril geändert.

Dies ist mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie man mit jedem Medikament der Welt ein positives oder negatives Studienergebnis erzeugen kann. In Deutschland ist Laetril seit dem Tod des berühmten Krebsarztes Dr. Nieper, der so bekannte Menschen wie Caroline von Monaco oder John Wayne behandelte, leider wieder in Vergessenheit geraten. Das derzeitige Laetril-Zentrum ist die Contreras Klinik in Tijuana, in der Laetril seit über 25 Jahren eingesetzt wird.

Die Entdeckung von Laetril haben wir Dr. Ernest Krebs zu verdanken. Seine Theorie war, dass Trophoblasten (Zellen, die sich am Anfang der Befruchtung entwickeln), die normalerweise durch das Enzym Chemotrypsin zerstört werden, überleben und Jahre später Tumore entwickeln können, sobald die Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig arbeitet. Laetril besteht aus 2 Glukose-Molekülen, einem Benzaldehyd und einem Zyanid-Radikal. Die Zuckermoleküle werden im Körper durch Glukuronsäure ersetzt. Dieser Vorgang hat negative Auswirkungen auf Krebszellen, jedoch nicht auf gesunde Zellen, weil das Enzym Glukuronidase, das sehr konzentriert in Krebszellen vorkommt, die Glukuronsäure aufspaltet und dadurch das Benzaldehyd dann Zyanid verliert, welches Krebszellen tötet.

Gesunde Zellen besitzen im Gegensatz zu Krebszellen außerdem auch noch das Enzym Rhodanase, das jedem freien Zyanid ein Schwefelatom hinzufügt, um so das harmlose Thiozyanat zu bilden. Obwohl es weitere Studien von Tatsumura (1987) oder Kochi (1985) gibt, die den positiven Effekt von Benzaldehyd auf Krebszellen belegen, ist Laetril inzwischen ein schon fast vergessenes Krebsmedikament.

Persönliche Meinung (Lothar Hirneise): Während meines einwöchigen Aufenthaltes in der Contreras Klinik in Mexiko, hatte ich Gelegenheit mit vielen Patienten und Ärzten zu sprechen, die gute Erfahrungen mit Laetril gemacht haben. Sicherlich gehört es in die Hände eines erfahrenen Arztes. Leider gibt es von diesen nur noch wenige und es sieht so aus, als ob Laetril in wenigen Jahren aus der Onkologie verschwinden würde.

oder dieser Artikel habe ich gefunden unter http://www.neuesleben.net/news/news20.shtml

Laetril (Amygdalin/Vitamin B 17)Verkauf: Jason Vale zu 63 Monaten Haft verurteilt
Für viele ganzheitlich behandelnde Krebstherapeuten ist Laetril eines der effektivsten Mittel bei der Therapie dieser Krankheit. Die Wirkung wurde in US-amerikanischen Studien eindeutig belegt. Trotzdem wurde es, wie viele andere Mittel auch, von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA verboten. Wer dennoch wagt es zu verkaufen oder damit zu therapieren, riskiert saftige Strafen, wie das Beispiel Jason Vale zeigt.


Jason Vale war bereits als unheilbar krebskrank aufgegeben, als er von den guten Eigenschaften von Laetril hörte. Dank Pfirsichkernen wurde er vollkommen gesund und macht sich seitdem für die Verbreitung von Laetril stark. Vale ist im Vorstand der New Yorker Firma Christian Brothers. Trotz Verwarnung hat seine Firma das Krebsmittel Laetril verkauft. Das Gericht befand ihn für schuldig, sich illegal um ca. 500.000 US-$ bereichert zu haben. Vale muss für 63 Monate ins Gefängnis und zahlt 31.000 US-$ Gerichtskosten.

In der Meldung vom FDA wird Vale als Krimineller eingestuft, der ein hochgiftiges Präparat, welches keinerlei Wirkung in Bezug auf Krebs haben soll und nur falsche Hoffnungen weckt, an Krebspatienten verkauft. Das FDA hatte im Jahr 2000 Laetril und Aprikosenkerne, in denen dieser Stoff reichlich vorhanden ist, mit einem Verbot belegt


Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, dass alternative Krebsmittel der Schulmedizin ein Dorn im Auge sind. Wer sich näher für Laetril interessiert, sollte sich unbedingt den Artikel "Alles, was Sie schon immer über Krebs wissen wollten" herunterladen oder unsere neuen Webseiten besuchen. Ausführliche Laetril-Infos

Interessantes steht hier http://www.krebsforum-lazarus.ch/forum/showthread.php?p=3941

Sonstige Kräuter mit tumorhemmender Wirkung


Aprikosenkerne/ Amygdalin/ Laetril/ VitaminB17
Zubereitungen welche Aprikosen- oder Mandelkerne enthielten haben schon ägyptische, griechische, römische und arabischen Ärzte ihren Patienten gegen Krebs verschrieben. Wirksamer Bestandteil hierbei ist das Amygdalin, das in über 1200 weltweit vorkommenden Pflanzen zu finden ist, hauptsächlich aber in Gewächsen der Prunis-Familie, zu denen eben auch Aprikosen und Bittermandeln gehören. Aprikosenkerne enthalten je nach Sorte zwischen 2% und 8% Amygdalin. Es wird manchmal auch 'Vitamin B17' genannt, jedoch ist dieser Ausdruck schon politisch recht umstritten. 'Laetril' heißt wiederum Amygdalin, das auf eine besondere, patentierte Art gewonnen wurde und deswegen vorwiegend, linksdrehende Komponenten enthält die ganz besonders wirkungsvoll sein sollen. Noch wirksamer sollte laut des deutschen Arztes Dr. Nieper die synthetische Variante 'Mandelonitril' sein.

Amygdalin wird im Körper nach Einnahme oder Zufuhr per Infusion in der Leber zunächst chemisch leicht verändert. Mit Hilfe eines Enzyms (also ein ‚Helfer-Molekül' mit Namen Beta-Glycosidase) das in Krebszellen netterweise 100 mal bis 3600 mal häufiger vorkommt als in gesunden Zellen, baut der Körper dieses leicht veränderte Amygdalin in ein Benzaldehyd- (Benzaldehyd ist übrigens auch ein als Schmerzmittel bekannter Wirkstoff) und ein giftiges Hydrogenzyanid-Molekül ab. In Krebszellen wird nach Amygdalinzufuhr also 100 bis 3600 mal mehr giftiges Hydrogenzyanid erzeugt als in gesunden Zellen, welche diese giftige Substanz außerdem sofort durch ein weiteres Enzym (Rhodanese) neutralisieren. Schlechter für die Krebszellen ist, dass dieses Entgiftungs-Enzym wiederum ausschließlich in gesunden Zellen vorkommt und nicht in Krebszellen. Die Krebszellen, und nur diese, sterben folglich an Zyanidvergiftung. Studien zeigen außerdem, dass das oben erwähnte Nebenprodukt Benzaldehyd auch selber noch zusätzlich gegen Krebszellen wirkt.

Unvorteilhafterweise geschieht diese Spaltung in Benzaldehyd und dem giftigen Hydrogenzyanid auch teilweise schon vorzeitig im Magen während der Verdauung (Im alten Ägypten wurden Verurteilte durch zwangsweisen Genuß von übermäßig vielen Bittermandeln dem Totengott deutlich nähergebracht und jeder kennt sicher auch aus der Kindheit Mamas nicht ganz unbegründete Warnung vor dem Essen solchen Mandeln), so daß es große Vorteile hat, den Weg über den Magen zu umgehen und Amygdalin dem Patienten per Infusion zuzuführen. Entsprechen kann man über Tabletten deutlich geringere Dosen Amygdalin vertragen als per Infusion. Im klinischen Bereich werden ausschließlich Amygdalin-Infusionen oder -Tabletten eingesetzt, jedoch keine Aprikosenkerne. Um eine optimale oder um überhaupt eine Wirkung zu erzielen, sagen Ärzte und zeigt der Tierversuch, daß Amygdalin vor allem gemeinsam mit Vitaminen (wie explizit A, C, E und Selen) und – und das ist ganz wichtig! – Bauchspeicheldrüsenenzymen eingenommen werden muß. Die Bauchspeicheldrüsenenzyme ‚enttarnen' hierbei sozusagen die Krebszellen. Eine ergänzende Ernährungsumstellung in Richtung vitaminreich und roh ist dazu auch dringend angeraten.

Amygdalin bei Krebs war ein sehr großes Politikum der 70er Jahre in dessen Folge sich viele Interessengruppen ungewollt die Blöße gaben und über dessen politische Seite allein es inzwischen schon mehrere (oft sehr spannende) Bücher gibt. Studien zeigen unzweifelhaft die Reduzierung von Metastasen in Versuchstieren, wobei in dem bekanntesten und am besten untersuchten Fall 90% der Mäuse in der Kontrollgruppe aber nur 21% der mit Amygdalin behandelten Tiere von Metastasen betroffen waren. Eine große Studie der Mayo Klinik von 1982 an 178 Krebspatienten (für Amygdalin-Gegnern war es ‚die' Studie überhaupt - welche bis heute immer wieder gerne als angebliches K.O.-Argument vorgebracht wird) ergab jedoch keine nennenswert positiven Ergebnisse, wobei die Amygdalin-Befürworter wiederum jedoch sehr entscheidende (und möglicherweise auch beabsichtigte) Fehler in der Studie anführen:
a) waren viele Patienten schon vor der Studie austherapiert und im hoffnungslosen Endstadium
b) wurde das vergleichsweise schwach wirkende Isoamygdalin verwendet und das dann noch in zu geringer Dosierung und
c) wurde die Gabe per Infusion nach 3 Wochen, in denen sich bei vielen Patienten der Krebs stabilisiert hatte, beendet und auf Tabletten umgewechselt
Wie man sieht: Sehr kontrovers das alles.

Unabhängig vom PR-Geplänkel setzten/ setzen viele fähige und honorige Ärzte wie Dr. Contreras, Dr. Nieper, Dr. Navarro uvm. Amygdalin schon jahrzehntelang aus positiver Erfahrung ein, währen die Amygdalin-Gegner meist selber gar keine direkte Erfahrung mit der Substanz besitzen. Heute gehört Amygdalin - zur direkten Krebsbekämpfung aber auch um den Allgemeinzustandes des Patienten zu bessern - entsprechend zum ganz normalen Alltag von alternativen Krebskliniken weltweit und ist auch in vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland im Einsatz. Laut Dr. Ernesto Contreras, welcher selber auf über 30 Jahre Erfahrung in der Behandlung mit Amygdalin zurückblicken kann, spüren etwa 60% der Patienten im fortgeschrittenen Stadium eine günstige, lindernde Wirkung durch Amygdalin während etwa 15% eine Remission und 5% sogar eine komplette Regression erfahren. Dr. Contreras sagt jedoch auch, daß er kein Ansprechen auf Amygdalin bei Gehirntumoren, Sarkomen und bei Krebs des Binde-, Fett- und Knochengewebes feststellen konnte. Dagegen sind positive Reaktionen häufiger bei Brust-, Darm-, Eierstock-, Magen-, Speiseröhren-, Prostatakrebs und bei Lymphomen. Bei metastatischem Leberkrebs kombiniert er es mit dem konventionellen Chemitherapeutikum 5-FU und leitet diese Mischung dann über einen Katheter direkt ans Organ.

Toxizität
Ein etwas überstrapaziertes Thema. Die LD50-Dosis (also die Dosis bei welcher 50% der Versuchstiere sterben) liegt bei Ratten denen Amygdalin oral verabreicht wurde zwischen 600mg/kg und 880mg/kg Körpergewicht, je nachdem in welchem Maße das abbauende Enzym Beta-Glucosidase zusätzlich mit aufgenommen wurde. Bei einem angenommenen hohen 8%-igen Amygdalinanteil in Aprikosenkernen entspricht das ungerechnet zwischen 7500mg und 11000mg Aprikosenkerne/ kg Körpergewicht was sich bezüglich der 'Gefährlichkeit' ziemlich in der Mitte zwischen Traubenzucker und Kochsalz bewegt: Der LD50-Wert von Traubenzucker beträgt 25800mg/kg. Er ist also 1/3 so gefährlich wie Aprikosenkerne. Der LD50-Wert (des unverständlicherweise immer noch nicht apothekenpflichtigen) Kochsalz liegt andererseits bei im Vergleich zu Aprikosenkernen 3 mal so giftigen 3000mg/kg.

Intravenös sind wie schon erwähnt weit höhere Dosen Amygdalin gut verträglich. In einer von Dr. Ernesto Contreras in Auftrag gegebenen Studie an Labormäusen kam man hier auf einen LD50-Wert von 6670mg/kg. Zum Vergleich: der LD50 Wert des auch intravenös applizierten Chemotherapie-Medikaments Cisplatin beträgt bei Ratten zwischen 7mg/kg und 25mg/kg und bei Mäusen bei 13mg/kg Körpergewicht. Oder anders gesagt: Cisplatin ist bei Mäusen über 500 mal giftiger als intravenös verabreichtes Amygdalin. Wer nun vor dem Harmloseren genause häufig wie nebulös warnt, und das weit Giftigere jedoch verschweigt oder engagiert befürwortet, scheint bei seinen Äußerungen wohl kaum sachlich motiviert zu sein.

Übliche Dosierungen sind bei Krebspatienten
- 35-50 Aprikosenkerne über den Tag verteilt - aber zur Sicherheit nicht mehr als 6 pro Stunde!
- oder als Tabletten vier bis sechs 500mg-Tabletten/ Tag, je nach Anweisung des Arztes oder Beipackzettel eben.
- oder als Infusion üblicherweise ohne Nebenwirkung so 6g-10g Amygdalin/ Tag


Gotha, den 17.05.2007







MSM = Methyl-Sulfonyl-Methan

MSM ist eine natürliche Schwefelverbindung, die unser Körper unabdingbar benötigt. Unsere Nahrung ist reich an MSM, doch leider geht der größte Teil davon durch technologische Prozesse der Konservierung oder Zubereitung verloren.

Es ist zu empfehlen, täglich 3 bis 5 g MSM dem Körper zuzuführen.

In der entsprechenden Literatur können Sie ausreichend Material über MSM finden. Ich spare mir an dieser Stelle weitere Ausführungen.

MSM übet eine Kontroll- und Präventionsfunktion aus bei:

- Allergisch bedingtem Schnarchen
- Haarausfall
- Dünnes Haar
- Arthritis
- Fibromyalgie
- Ungeklärte Schmerzsyndrome, da entzündungshemmend



Gotha, den 04.09.2006


Glucosamin ist der allgemein anerkannte Trivialname für 2-Amino-2-desoxy-alpha- und -beta-D-glucopyranose. Es ist also ein Derivat der Glucose, von der es sich nur durch die Substitution der Hydroxygruppe am zweiten Kohlenstoff durch eine Aminogruppe unterscheidet.
D-Glucosamin ist ein Knorpel- und Gelenkhautbaustein und wird als Mittel gegen Kniegelenksarthrose oral eingenommen. Es liegt hierzu meist als Hydrochlorid, also als Salz vor. Es wird aus Chitin von Krustentieren, Krabben und Insekten gewonnen.
Das D-Glucosamin ist Baustein für wesentliche Bestandteile des Knorpels und der Synovialflüssigkeit (Gelenkflüssigkeit). Genauer ist das N-Acetyl-D-Glucosamin, das am Stickstoff acetylierte D-Glucosamin, Teil in der Polysaccharidkette der Hyaluronsäure, des "Schmiermittels" der Gelenke und Rückgrat des Proteoglykans, einem integralen Bestandteil des Knorpels. Im Proteoglykan und in der Cornea kommen auch Ketten des Keratansulfats vor, das ebenfalls aus N-Acetyl-D-Glucosamin aufgebaut ist.
Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Glucosamin"



Allgemeines

Teufelskralle
Die Teufelskralle trägt die botanische Bezeichnung Harpagophytum procumbens. Sie ist in der Kalahari-Wüste in Südafrika und Namibia beheimatet.
Bei der Teufelskralle handelt es sich um eine Pflanze, die bis zu 1,5 Meter lange, flach auf dem Boden liegende Triebe entwickelt. Die auffallend großen Blüten sind hellrosa bis purpurrot gefärbt. Der Name "Teufelskralle" ist auf die verholzten Früchte der Pflanze zurückzuführen, die sich mit Haken an Gegenständen oder Lebewesen hartnäckig festheften und darüber verbreitet werden. Die Wurzel der Teufelskralle ist groß und knollig.
Die Teufelskralle hat erst in den letzten Jahren als Heilpflanze an Bedeutung gewonnen. Medizinisch eingesetzt werden die verdickten Abschnitte ihrer Speicherwurzel, die bis zu 600 g schwer werden können. Die Droge wird aus Wildsammlungen aus der Kalahari-Wüste importiert.


Wirkung und Inhaltsstoffe
Inhaltsstoffe der Teufelskralle sind das Bitterstoffe, vor allem Harpagosid, sowie Flavonoide. Wie bei vielen pflanzlichen Arzneimitteln ist auch bei der Teufelskrallenwurzel der Gesamtextrakt wirksamer als einzelne isolierte Inhaltsstoffe. Auch ist noch nicht endgültig bekannt, welche der Inhaltsstoffe letztlich für welche Wirkung verantwortlich ist.
Die Teufelskrallenwurzel wirkt entzündungshemmend und schwach schmerzlindernd. Außerdem wirkt sie hemmend auf eiweißabbauende Enzyme in der Matrix des Gelenkknorpels und wird deshalb bei der Behandlung von Arthrose eingesetzt. Außerdem regt die Teufelskralle die Magensaftsekretion und Galleproduktion an.
Anwendungsgebiete
Die Teufelskrallenwurzel wird zur unterstützenden Behandlung degenerativer Erkrankungen des Bewegungsapparates (Arthrose) eingesetzt. Außerdem wird sie bei Appetitlosigkeit und bei Verdauungsbeschwerden verwendet.




Gotha, 05.12.2006




MACA Wurzelpulver



Ursprung:

Die Maca-Pflanze ist in Südamerika, den Hochebenen der peruanischen Anden beheimatet und wächst dort unter extremen, klimatischen Bedingungen. Diese Tatsache verleiht der Ma-ca-Pflanze eine enorm hohe Widerstandskraft.



Inhaltsstoffe:

Die Maca-Wurzel enthält viel wertvolles Eiweiß, hohe Mengen an Aminosäuren, viel Eisen, Zink, Magnesium, Kalzium, Kohlenhydrate, Phosphor, Stärke, wichtige Mineralstoffe, fast alle Vitamine und letztendlich hormonähnliche Substanzen. Das immer größer werdende Interesse von Leistungssportlern an der Maca-Wurzel, gilt vor allem dem Gehalt an Steroidsaponinen und deren Einfluß auf den Hormonstoffwechsel (Testosteron).

Wirkung von Maca:

Die unterschiedlichen Inhaltsstoffe haben vielfältige, positive Wirkung auf Vitalität, Leistungsfähigkeit und Muskelwachstum, vor allem:



- Natürlicher Steroidersatz für Sportler für erhöhtes Muskelwachstum und Kraftaufbau

- Erhöhte Vitalität und Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens

- Verbesserung des Immunsystems und der Regenerationsfähigkeit sowie Abbau von Stress und Stressfolgen

- Verbesserung der Vitalkraft und Ausdauer

- gut für die hormonelle Balance


CAPSAICIN

ist ein aus Pflanzen der Gattung Capsicum (gehört zur Familie der Solanaceae) gewonnenes Alkaloid, das (nur) bei Säugetieren durch Wirkung auf spezifische Rezeptoren (sog. Nozizeptoren) einen Hitze- bzw. Schärfereiz z. B. beim Verzehr von Paprika- oder Chilischoten hervorruft. Capsaicin und andere aus Capsicum gewonnene, Schärfe verursachende Stoffe werden als Capsaicinoide bezeichnet. Capsaicinoide sind farblos. Sie können durch Kochen oder Einfrieren nicht zersetzt werden. Capsaicin ist das Vanillylamid der Fettsäure trans-8-Methyl-6-nonensäure.
Inhaltsverzeichnis
• 1 Eigenschaften
• 2 Umgang
• 3 Capsaicinoide
• 4 Messung des Capsaicin-Schärfegehalts
• 5 Verwendung als Reizstoff
• 6 Synthetische Analoga
• 7 Quellen
• 8 Weblinks

Eigenschaften
Capsaicinoide lösen sich in Alkohol und Fett, aber nicht in Wasser. Sie haben antibakterielle und fungizide Wirkung und sind somit konservierend.
Capsaicinoide reizen die Nervenenden bestimmter Nozizeptoren, die normalerweise Schmerzreize bei Einwirkung von Hitze oder chemischer Reizung erkennen. Die Ähnlichkeit der Empfindung von "heiß" und "scharf" (engl. beides "hot") ist bereits auf Rezeptorebene begründet: Capsaicin bindet an den TRP-Kanal TRPV1, der auch durch eine Erhöhung der Temperatur aktiviert wird. Der oft schmerzhaften (aber nur scheinbaren) Erhitzung durch Capsaicin wirkt der Organismus durch ver-mehrte Durchblutung des Gewebes zum Zweck der Wärmeabfuhr entgegen, dadurch kommt es zu einer lokalen Rötung wie bei einer leichten Verbrennung. Von diesem Umstand leitet sich der Ausdruck "brennen" ab. Den umgekehrten Effekt gibt es z. B. bei Einwirkung von geringen Konzentrationen von Menthol (Hustenbonbons), die scheinbar kühlen.
Capsaicinoide, die durch Verwendung scharfer Chilifrüchte in relativ hohen Konzentrationen speziell in der mexikanischen, indischen, indonesischen und thailändischen Küche vorkommen, haben aufgrund ihres Einflusses auf den serotonergen und dopaminergen Haushalt des Nucleus accumbens eine nach dem Abklingen der Schärfeempfindung schmerzlindernde und partiell dämpfende Wirkung. Dadurch kann eine gewisse Toleranzbildung gegenüber scharfen Speisen – nicht nur hinsichtlich der sensorischen Sensibilität – entstehen und damit verbunden eine persönliche Bereitschaft, auch "alltägliche" Speisen überdurchschnittlich scharf zu würzen.

Umgang
Die durchblutungssteigernde Wirkung wird auch in der Medizin (z. B. bei Wärmepflastern) einge-setzt. Vorsicht ist beim Kontakt der bloßen Haut mit Capsaicinoiden, zum Beispiel beim Verarbeiten von Chilischoten, geraten. Vor allem sollte man darauf achten, sich nach Kontakt mit den Hän-den nicht die Augen zu reiben. Daher ist es sinnvoll, Handschuhe zum Schutz der Haut zu tragen. Hat man daran nicht gedacht, ist es hilfreich, die Hände vor dem Waschen erst einzufetten, um das Capsaicin zu lösen, und anschließend gründlich zu waschen.
Falls man scharfe Speisen zu sich genommen hat und das Brennen im Mund unerträglich wird, lindert reines Wasser die Schmerzen nicht. Ölhaltige und emulgatorhaltige Substanzen wie Joghurt, Milch und Käse helfen in diesem Fall schon eher. Festgestellt wurde auch, dass eine 10-prozentige Zuckerlösung genauso effektiv ist wie Milch. Zucker oder Tomatensaft in sehr scharfen Speisen reduzieren die Schärfe ebenfalls. Brennen der Haut kann durch Einreiben mit Alkohol gestoppt werden. Bei Reizung empfindlicher Körperteile (Geschlechtsteile, Augen) hilft etwas Speiseöl.
Die Produktion des Capsaicins findet vor allem in der Plazenta und den Samenscheidewänden der Schoten statt, sie sollten also besonders gemieden werden. Entgegen der weitverbreiteten Meinung enthalten die Samenkörner deutlich weniger Capsaicin, die Konzentration ist abhängig von der Nä-he zu Plazenta und Samenscheidewand. Die Aussage, kleine Chilischoten seien besonders scharf, trifft nur begrenzt zu. Auch kann die Intensität bei Schoten der gleichen Sorte und sogar bei Schoten, die von derselben Pflanze zur selben Zeit geerntet wurden, variieren.
Tatsächlich kann bei regelmäßigem Genuss von Capsaicin eine Desensibilisierung erzielt werden. Auch ist es ein Unterschied, ob man sich bewusst ist, eine scharfe Speise zu sich zu nehmen oder von einer milden ausgeht. Allerdings kann eine zu große Menge von Capsaicin zu einer Überreizung und somit zum Absterben der entsprechenden Nerven führen. Der Scharfmacher aktiviert nicht nur die Geschmacksknospen, sondern auch den Trigeminusnerv. Er sendet einen leichten Schmerzimpuls an das Gehirn, das nun verstärkt Endorphine (körpereigene Botenstoffe mit opiatähnlicher Wirkung) produziert. Vermutet wird, dass auf diese Weise eine leichte Sucht nach schar-fen Speisen entsteht.
Capsaicinoide sind nur für Säugetiere (einschließlich des Menschen) scharf, nicht aber für Vögel, deren Nervenzellen etwas anders aufgebaut sind. Hierin liegt auch der Sinn der Stoffe für die Pflanzen: Indem sie Säugetiere abschrecken, werden ihre Früchte vermehrt von Vögeln gefressen. Vögel legen im Durchschnitt weitere Strecken zurück als Säugetiere und können die Samen der Pflanze dadurch effektiver verbreiten. Zudem zermahlen die Vögel beim Verzehr der Früchte die Samen nicht, wie es Säugetiere beim Kauen tun. Die Samen werden also unverdaut wieder ausgeschieden und zudem noch durch den Vogelkot gedüngt.
Capsaicinoide
Die Capsaicinoide Capsaicin und Dihydrocapsaicin sind die beiden Hauptbestandteile in Chilischoten, die beide ungefähr doppelt so scharf sind wie die in geringerer Menge vorhandenen Capsaicinoide Nordihydrocapsaicin, Homodihydrocapsaicin und Homocapsaicin.
Capsaicinoid Abkürzung Typische Mengen Scoville-Einheiten Chemische Strukturformel
Capsaicin C 69 % 15,000,000

Dihydrocapsaicin DHC 22 % 15,000,000

Nordihydrocapsaicin NDHC 7 % 9,100,000

Homodihydrocapsaicin HDHC 1 % 8,600,000

Homocapsaicin HC 1 % 8,600,000

Messung des Capsaicin-Schärfegehalts
Die Schärfe von Chilischoten wird in Scoville-Einheiten (SCU = [engl.] Scoville unit) gemessen. Die von Wilbur L. Scoville beschriebene Skala geht dabei von 0 SCU (keine Schärfe vorhanden) bis maximal 16 Millionen SCU (reines Capsaicin in kristalliner Form). Scoville bemisst die vor-handene Schärfe einer "Substanz" (i. e. S. der Chili-Schote oder des Extraktes) durch ihre Neutrali-sierung. Das Mengenverhältnis des zur Verdünnung einer Substanz bis zur Neutralisation ihrer Schärfe unter die Wahrnehmbarkeitsgrenze ergibt den Scoville-Wert. Braucht man z. B. 234.000 Tropfen Wasser, um einen Tropfen einer Sauce geschmacklich zu neutralisieren, dann hat die Sauce einen Schärfegrad von 234.000 SCU. Diese Maßeinteilung wird noch heute verwendet, auch wenn der Capsaicin-Gehalt durch die genauere HPLC-Methode bestimmt wird.
Extreme Schärfegrade auf der Basis von Capsaicin-Extraktion (z. B. die Sauce "Da' Bomb Final Answer" mit 1,5 Mio. SCU), die mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit i. d. R. nicht mehr nur auf rein pflanzlichem Weg erzeugt werden, fangen bereits ab ca. 100.000 SCU an (z. B. mit dem Zusatz "pepper enhanced extracts"). Durch Verwendung purer Habanero-Chilis sind bereits ultrascharfe Extrakte möglich (100.000 bis 350.000 SCU). Mit der schärfsten Chilisorte der Welt, den indischen Naga Jolokias (s. a. Bih Jolokia = Gift-Chili), mit einem empirischen Durchschnittswert von ca. 850.000 bis 1.050.000 SCU sind rein pflanzlich hergestellte Würzextrakte, Quellprodukte denkbar, herstellbar und vermutlich online zu erwerben.
Reines, näherungsweise kristallines Capsaicin (16 Mio. SCU) herzustellen, ist sehr aufwendig und das Produkt dementsprechend teuer.

Verwendung als Reizstoff
Das Chiliextrakt Oleoresin capsicum (OC) findet auch in Pfeffersprays Verwendung, wobei der Reizstoff als "Waffe" bei der Selbstverteidigung gegen Tiere und Menschen eingesetzt wird.
Der medizinische Wirkmechanismus von Oleoresin capsicum beruht auf der heftigen Stimulation von Chemonozizeptoren (schmerzempfindende Zellen) in afferenten Nervenzellen. Die Ausschüt-tung von Substanz P (Neurotransmitter) führt akut zu einer Membrandepolarisation .


Beifuß: Artemisia Vulgaris L.

Beifuß wird in der Schulmedizin kaum verwendet. Trotzdem ist Beifuß bestens geeignet, die Saftproduktion in Magen und Darm anzuregen, die Galleproduktion der Leber zu steigern. Beifuß hat ähnliche Wirkungen wie Wermut, schmeckt aber nicht so bitter.

Erdrauch: Fumaria Officinalis L.

Lange Zeit wurde Erdrauch nur in der Volksmedizin verwendet, in neuerer Zeit haben Forschungsergebnisse die Pflanze auch für die Schulmedizin interessant gemacht. Man hat festgestellt, dass Erdrauch Wirkstoffe enthält, die Gallenwegserkrankungen günstig beeinflussen, weil sie krampflösend wirken und somit den Gallefluss regulieren. Das BGA nennt folgende Heilanzeigen: krampfartige Galleleiden und Verstopfung.

Olibanum: Harz des Weihrauchbaumes

Gegen Stuhlverstopfung, die auf unzureichendem Gallefluss beruht.


© Wolfgang Budde, 24.05.2007